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Qualität

Welche Unterschiede gibt es ?

 

Worauf man achten sollte...

Stellen Sie sich doch einmal folgendes vor: Sie haben gelesen, wie gesund Vitamin C ist und gehen nun frohen Mutes in die nächste Apotheke, um Ihrem Körper etwas Gutes zu tun.

Der freundliche Apotheker fragt: “Wie wäre es mit dem hier? 50% Vitamin C, der Rest ist gesundes, frisches Wasser!”

 

Oder, noch besser:“Hier habe ich einen sehr schönen Orangensaft, ganz frisch abgekocht...”

 
Wahrscheinlich würde der wackere Mann Sie in seinem Laden nie mehr wieder sehen!

 

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Bedauerlicherweise ist die Situation auf dem Aloe Vera - Markt in Deutschland ( und ganz Europa ) eben genau so. Aloe ist seit ein paar Jahren ein Trend.

 

Und mit Trends kann man viel Geld verdienen - die Qualität bleibt oft auf der Strecke. Zwar ist jedem aufgeklärten Verbraucher klar, dass Marmelade nicht gleich Marmelade und Apfel nicht gleich Apfel ist, doch bei Aloe greift er leicht zum erstbesten Tiegel im Discount-Markt.

 

Was heute den Zusatz “mit Aloe Vera” trägt, verkauft sich leichter, auch wenn es nur ein paar Prozent oder gar Promille enthält.

Es zeigt die immense Stärke der Aloe-Pflanze, dass sogar diese Produkte noch etwas bewirken...Fast alle im Handel erhältlichen Aloe-Produkte sind verdünnt oder aus gefriergetrocknetem Pulver hergestellt, dem wieder Wasser zugesetzt wird. Die wertvollsten Inhaltsstoffe der Pflanze werden jedoch sowohl beim Einfrieren als auch beim Erhitzen über 60 Grad zerstört.Auch dort, wo frisches Gel oder frischer Saft verwendet wird, ist dieses in den meisten Fällen verdünnt, mit Geschmacks,- Farb- oder Aromastoffen sowie den verschiedensten chemischen Konservierungsstoffen versehen.

Dazu kommt, dass es sehr schwierig ist, an ein ordentlich hergestelltes Frisch-Produkt zu kommen. In den meisten Fällen findet man diese bei kleineren Reformhäusern, spezialisierten Apotheken oder Kosmetikern, welche von einem Hersteller ihres Vertrauens direkt importieren.

Diese Möglichkeit steht seit einiger Zeit glücklicherweise auch dem Endverbraucher zur Verfügung.Trotz allem “Mischen und Panschen” hat der Verbraucher heutzutage verlässliche Methoden sicher zu stellen, dass er ein erstklassiges Frische-Produkt bekommt: das Etikett!

Dabei ist es nicht wichtig, ob “aus 100% Aloe” hergestellt (und danach verdünnt) wurde, vielmehr sollte aus dem Etikett klar hervorgehen, dass 1:1 frisch in die Flasche abgefüllt wurde. Besonders wichtig ist die Etikett-Rückseite, denn hier sind i.d. Regel die Inhaltsstoffe (INCI) aufgeführt.

Was sollte also auf dem Etikett stehen? Im Idealfall könnte es z.B. so aussehen:Prozentzahl (Stärke) des Aloe - Anteils, der über 95 % liegen sollte. 100% geht nicht! Aloe ist eine hochempfindliche Substanz, die konserviert und stabilisiert werden muss.

Aloe muss als Erstes stehen, findet man hier “Aqua” (Wasser), handelt es sich um verdünnte Pulver- oder Gefrierware.

Aloe muss zwar konserviert werden, mit Vitaminen und/oder “Pottasche” ist dies aber unbedenklich und sinnvoll.

 

Zur besseren und sparsameren Anwendung, reiner Lebensmittel-Gelierer
Wichtig (und leider selten): deutsche, staatliche Laborkontrolle und Zulassung als Kosmetik, beim Saft auch als Nahrungsergänzung und Nahrungsmittel

 

 

 

Es muss hier fairerweise ganz klar gesagt sein, dass nur die Verwendung von frischen Aloe Vera - Produkten allererster Qualität sinnvoll ist!

 

Auch dem interessierten Laien ist es möglich, die Unterschiede zu erkennen: Bitte beachten Sie unsere Tips.

 

  

Verarbeitung

Aloe-Ernte ist reine Handarbeit

 

Nur die äusseren Blätter werden vorsichtig abgetrennt, die Pflanze selbst lebt und wächst weiter. Dieses Aloe-Schneiden kommt einem Kunsthandwerk gleich, das noch heute vom Vater auf den Sohn weitergegeben wird. Es ist nämlich wichtig zu wissen, welche Blätter die Besten sind. Das kann man - mit viel Übung und Erfahrung - erkennen: Grösse, Form, Farbe und Unversehrtheit sind dabei die wichtigsten Kriterien.

 

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Das Schälen der Blätter ist ebenfalls eine diffizile Sache: wird zu grosszügig geschält, verliert man wertvolle Wirkstoffe, ist zu viel Blattgrün dabei, leidet die Qualität ebenfalls. Nur Handarbeit kann dies alles leisten!

Um das Filet, also das wertvolle Blattgel zu bekommen, muss das Blatt gepresst werden: ein maschinelles Zerhack- en würde zur Vernichtung von Vitaminen und anderen wichtigen Bestandteilen führen. Und natürlich sollte es eine Kalt-Pressung sein, wie man es beispielsweise bei hochwertigen Olivenölen kennt.

Um gleich beim Beispiel Öl zu bleiben: kein Mensch würde auf die Idee kommen, ein erstklassiges extra virgine mit Wasser und Aromastoffen zu Strecken. Falls Sie also auf einem Aloe-Etikett die Zusätze Wasser, Farb-, Geschmacks- oder Aromastoffe sehen, können Sie davon ausgehen, dass schon die Rohmasse von minderer Qualität sein wird.

 

Ebenso sinnlos ist es, Aloe zu pasteurisieren, einzukochen oder einzufrieren. Das wertvolle Blattgel soll so unverfälscht wie möglich in die Flasche. Das Endprodukt muss aussehen, riechen und sich anfühlen wie ein frisch angeschnittenes Blatt: leicht trüb, etwas “klebrig” (verschwindet nach wenigen Minuten), das Aroma pflanzig-frisch-kräuterig (zugegeben keine tolle Beschreibung...), der Geschmack etwas bitter mit einer leichten Zwiebel-Knoblauch-Bärlauch-Note.Dass ein Naturprodukt wie Aloe Vera ohne Tierversuche hergestellt werden soll, muss eigentlich nicht extra erwähnt werden.

 

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Wer sich diesen Werdegang und Aufwand vergegenwärtigt, wird verstehen, warum viele selbstverliehene Gütesiegel und Werbeaussagen wie “aus 100% Aloe hergestellt” (woraus denn um Himmels willen sonst?) wenig aussagen, abgesehen davon, dass dies nur beim frischen Blattabschnitt möglich ist.

 

Ein Beispiel: Das Gütesiegel der IASC (International Aloe Science Council) bürgt für überprüften Aloe-Gehalt. Dieser liegt jedoch bei minimal 15% Aloe! Über das generelle Vorhandensein der vielen Inhaltsstoffe und deren Qualität bzw. Anteil sagt dieses Siegel jedoch nichts aus.

Auf der anderen Seite wird verständlich, warum ein Gel mit “ein bisschen Aloe”, viel Wasser, Aroma, Farbe und Chemie beim Drogerie-Markt um die Ecke möglicherweise fünf Euro kostet, ein frisches, reines, sorgfältig verarbeitetes Spitzenprodukt dagegen leicht das fünffache. Hier zu sparen bedeutet, an der Wirkung zu sparen.

Sie haben es schon geahnt: Pralinen sind nicht gleich Pralinen, Rotwein nicht gleich Rotwein und Aloe nicht gleich Aloe - es lohnt also, auf den Unterschied zu achten!

 

 

Anbau

Anbau auf Fuerteventura

Lange bevor ein Aloe-Produkt in die Flasche gefüllt wird, hat sich schon entschieden, ob es ein hochklassiges Erzeugnis oder minderwertige Massenware wird (wir sprechen im folgenden immer nur von Frischware, also keine gefriergetrockneten Konzentrate o.ä.).

 

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Am Ende wird aus einem Aloeblatt Naturgel, Saft oder Creme, also Arznei, Nahrungsmittel und Kosmetik. Daher sollte der landwirtschaftliche Anbau in jedem Falle kontrolliert-biologisch sein: das bedeutet u.a. den Verzicht auf Dünger und, beim Beispiel der kanarischen Inseln, die Bewässerung mit echtem Quellwasser, also kein entsalztes Meerwasser, was die Produktion natürlich erheblich verteuert.

 

Um erstklassige Qualität zu bekommen, muss die Zufuhr von Wasser sehr vorsichtig erfolgen: viele Riesen-Farmen (meist in den USA und Mexiko) bewässern zu stark, um schnell eine optisch pralle, grüne Pflanze zu bekommen.

 

Das Ergebnis ist, man ahnt es, wie bei wässrigen Treibhaustomaten: sieht gut aus, ist nix drin...

Also ist von einem guten Aloe-Bauern Geduld und Fleiss gefordert! Wer eine optimale Wirkung erreichen will, muss drei bis vier, besser sieben Jahre warten, erst dann ist die Zusammensetzung und Dichte der Wirk- und Heilstoffe in der Pflanze ideal.

 

Es ist sehr einfach und erheblich billiger, aus kleinen, etwa zweijährigen Blättern z.B. ein Aloe-Gel herzustellen, das aussieht, riecht und schmeckt “wie ein richtiges”, aber eine dramatisch geringere Konzentration an Inhaltsstoffen aufweist.

 

Wir kultivieren hier auf der Insel mehr als 1.000.000 Pflanzen und haben deshalb genügend Zeit, um die Pflanze volle vier Jahre auswachsen zu lassen.