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Geschichte

Aloe in der Geschichte 

oder der Siegeszug einer unscheinbaren Schönheit

 

Wenn etwas zu allen Zeiten, in allen Kulturen, in allen bedeutenden Schriften, Überlieferungen, Sagen und Berichten auftaucht, dann muss das seinen Grund haben. Und so ist der Weg der Aloe Vera durch die Jahrtausende eine der faszinierendsten historischen Reisen, die man verfolgen kann.

 

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Bereits 5000 v. Chr. finden sich bei den Ägyptern Hiroglyphen und Wandmalereien über die Pflanze der Unsterblichkeit, die als Symbol für ewige Schönheit, Jugend und Gesundheit galt. Ein Aloeblatt war ein beliebtes Geschenk, um bei einer Hochzeit oder Geschäftseröffnung Glück und Gesundheit zu wünschen. Im Papyrus Ebers (ca. 1550 v. Chr.) finden sich vielfältige medizinische und kosmetische Anwendungen für das Blut der Götter, welche bis heute Bestand haben.

 

Arabische Händler waren es, welche um 600 v. Chr. die Heilpflanze nach Sumatra, Indien und Persien brachten, in der Regel als Pulver, welches dann als Basis für diverse Tränke, Medikamente und Kosmetika diente. Der arabischen Sprache verdanken wir wohl auch den Namen ( “aloe”- arab. alohina -“bitter”). Die grössten Aloe-Plantagen fand man damals auf der Insel Sokrota vor Afrika, die später von Alexander dem Grossen erobert wurde. Er zog angeblich nur in die Schlacht, wenn er genügend Aloe zur Wundversorgung hatte.

 

In der indischen Heilkunst wird seit ca. 400 v. Chr. über Aloe als eine der wichtigsten Bestandteile der Ayurvedischen Behandlungen berichtet, hier bereits sehr detailliert für die innere Anwendung (Fiber, Abwehrkräfte, Krämpfe u.v.a.). Parallel dazu wurde auch im China jener Zeit neben den bekannten äusseren Wohltaten bereits intensiv die Einnahme von Aloesaft geschildert.Eine eindrucksvolle Erwähnung findet sich im Johannes-Evangelium, Kap. 19, Vers 39-40, wo als Beigabe zum Grabe Christi 32 Kilo Aloe und Myrrhe aufgeführt werden.

 

Bei Griechen und Römern war die Aloe medizinisches Allgemeingut. Schon lange vor Plinius dem Älteren findet sich bei dem griechischen Arzt Dioskurides (100 n. Chr.) eine schöne “Kurzfassung”, die 2000 Jahre später nichts an ihrer Aktualität eingebüsst hat: “Aloe hat die Kraft zum Schliessen der Wunden, nimmt die Schmerzen, trocknet die Wunden, stärkt den Körper und reinigt den Magen...”

 

Die Kreuzzüge und der grosse Einfluss der Araber in Spanien taten das ihrige, um die Verbreitung der Aloe in Europa voranzutreiben.Columbus kannte und schätzte die Pflanze zur Wundbehandlung und gegen Skorbut. Als er dann den neuen Kontinent entdeckte, zeigte er sich begeistert über die grossen Mengen von Aloe.

 

Die Majas und Inkas nutzten sie schon lange zur Körperpflege und als Medizin.
Während in Südeuropa, Asien, Afrika und Amerika die Aloe “frisch von der Pflanze” benutzt werden konnte, gab es in Nordeuropa (fast wie heute) ausschliesslich Verdünnungen, Pülverchen und Pillen. Trotzdem führt das Apothekerbuch des deutsche Reiches von 1873 eine äusserst umfangreiche Auflistung der verschiedensten Wirkungsweisen auf.

 

Der "Arzt im Blumentopf" gehörte im 18. und 19. Jahrhundert zum normalen Inventar einer deutschen Küche. Schliesslich war der Herd mit dem offenen Feuer ein ständiger Quell für Brandverletzungen, welche dann mit einem Stück Aloe umgehend versorgt wurden.

 

Mit dem 1. Weltkrieg geriet die Wunderpflanze in Vergessenheit...Nachschubprobleme!

 

Die Wiederentdeckung begann durch die Katastrophe von Hiroshima: Hier leistete die Aloe grossartige Dienste, um die schlimmen Brandverletzungen und Strahlenfolgen zu lindern. Seitdem ist der amerikanische Zivilschutz übrigens per Bundesgesetz verpflichtet, in Bunkern einen strategischen Aloe-Mindest-Vorrat aufzubewahren...

 

Auch die Erfindung der Röntgenstrahlen begann mit Überdosierung und starken Verbrennungen. Doch hier erinnerte man sich rechtzeitig an das Heilwissen unserer Vorväter.

 

In den vergangenen Jahrzehnten wurde in praktisch allen Ländern geforscht und erfolgreich nach den wissenschaftlichen Gründen für die vielseitigen Wirkungen gesucht, u. a. von Dr. Windel Winters (University of Texas Health Science Center): “Wir glauben, dass die Aloe eine ganze Apotheke in einer einzigen Pflanze ist!”